Zum Inhalt springen

Drucksysteme

DTF Printer System

Ein DTF-System druckt das Motiv zuerst auf eine Transferfolie. Nach Pulverauftrag und Trocknung wird der Druck mit Wärme auf den Stoff übertragen. Die Systemkonfiguration richtet sich nach dem Produktionsbedarf und den verwendeten Verbrauchsmaterialien.

DTF-Drucker mit Pulverauftrags- und Trocknungseinheit nebeneinander

01 / Über das System

Was ist ein DTF-Drucksystem

Beim DTF-Verfahren (Direct to Film) wird das Motiv nicht direkt auf den Stoff, sondern auf eine spezielle Transferfolie gedruckt. Solange der Druck noch feucht ist, wird Klebepulver auf die Folie aufgetragen; beim Trocknen schmilzt das Pulver und verbindet sich mit dem Druck.

Da auf Folie statt auf Stoff gedruckt wird, lässt sich der Transfer auf verschiedenen Stoffarten einsetzen. Ob eine Vorbehandlung nötig ist und welche Transferbedingungen gelten, wird je nach Stoffstruktur bewertet.

Das System besteht meist aus einem Drucker sowie einer Pulverauftrags- und Trocknungseinheit; der Transfer erfolgt in einer separaten Transferpresse. Die Konfiguration richtet sich nach Produktionsbedarf und Verbrauchsmaterialien.

02 / Anwendungsbereiche

Einsatzbereiche

  1. 01

    Bekleidung und T-Shirt-Druck

    Kleine und mittlere Auflagen auf T-Shirts, Sweatshirts und ähnlichen Produkten.

  2. 02

    Individualisierte Produkte

    Sonderdrucke ab einem Stück: Namen, Nummern oder einmalige Motive.

  3. 03

    Sport- und Teambekleidung

    Logos, Nummern und Schriftzüge auf Trikots und Teamprodukten.

  4. 04

    Arbeitskleidung und Firmentextilien

    Arbeitskleidung, Schürzen und Werbetextilien mit Logo- und Markendruck.

  5. 05

    Taschen und Accessoires

    Stoffbeutel, Kappen und ähnliche Textilaccessoires.

  6. 06

    Unterschiedliche Fasern

    Baumwolle, Polyester und Mischgewebe; die Eignung wird nach Stoffstruktur und Transferbedingungen beurteilt.

Bei jeder Anwendung werden Stoffstruktur, Waschanforderungen und Transferbedingungen mit einem Testdruck geprüft.

03 / Systemaufbau

Prozessablauf

  1. 01Printer

    Druck

    Das Motiv wird auf die Transferfolie gedruckt. Auf die Farbschicht folgt eine weiße Schicht.

  2. 02Powder Application

    Pulverauftrag

    Klebepulver wird auf den feuchten Druck gestreut, überschüssiges Pulver wird entfernt.

  3. 03Curing

    Trocknung und Fixierung

    Die Folie durchläuft die Trocknungseinheit; das Pulver schmilzt und verbindet sich mit dem Druck.

  4. 04Transfer

    Transfer

    Der fertige Transfer wird mit Wärme und Druck auf den Stoff übertragen, danach wird die Folie vom Druck abgezogen.

Temperatur, Zeit und Druck hängen von der verwendeten Folie, dem Pulver und der Tinte ab.

04 / Prozess

Ablauf von Beschaffung und Inbetriebnahme

Die Konfiguration eines DTF-Systems richtet sich nach Produktionsbedarf, verwendeten Verbrauchsmaterialien und Prozessanforderungen. Die Beschaffung lässt sich zusammen mit Installation, Inbetriebnahme und technischem Service planen.

  1. 01

    Bedarfsanalyse

    Die zu fertigenden Produkte, die Stoffarten und der erwartete Produktionsablauf werden geklärt.

  2. 02

    Systemkonfiguration

    Drucker, Pulverauftrags- und Trocknungseinheit sowie Verbrauchsmaterialien werden nach Bedarf festgelegt.

  3. 03

    Beschaffung

    Es wird geklärt, ob der Lieferumfang nur den Drucker oder auch die Pulverauftrags- und Trocknungseinheit umfasst.

  4. 04

    Installation

    Energiebedarf der Pulverauftrags- und Trocknungseinheit und ihre Anordnung im Druckbereich werden in der Installationsplanung berücksichtigt.

  5. 05

    Inbetriebnahme

    Mit Kalibrierung und Testdrucken wird das System produktionsbereit gemacht.

  6. 06

    Technischer Support

    Treten nach der Inbetriebnahme Probleme bei Druckqualität, Pulverhaftung oder Transferergebnissen auf, kann eine technische Serviceanfrage erstellt werden.

05 / Passende Tinte

TrueHue DTF-Tinten

Die Tinte für dieses System kann aus der TrueHue DTF-Tintenfamilie gewählt werden. Die Kompatibilität ergibt sich nicht allein aus der Tinte; Maschinenkonfiguration, Druckkopf, Prozessbedingungen und das verwendete Verbrauchssystem werden gemeinsam bewertet.